Vom
Licht, das in die Welt ausstrahlt
(Markus
4,21)
Und
Jesus sprach zur Menge:
„Zündet
man etwa ein Licht an,
um
es unter den Scheffel oder unter die Bank zu setzen?
Keineswegs,
sondern um es auf den Leuchter zu setzen.“
Das
Licht, das Jesus angezündet hat, ist das Evangelium, das die
Aposteln in die Welt hinaus getragen haben - so wie Christus es
gefordert hat: „Gehet hin und machet zu
Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des
Sohnes und des heiligen Geistes.“(Matth
28,19)


Europa wurde christlich, und das Mittelalter zeigte durch seine
mächtigen Kathedralen, die weit sichtbar in den Himmel ragten,
welche religiösen Werte in seiner Gesellschaft zählten. Die Leute
nahmen den Glauben an Jesus Christus ernst und bemühten sich, nach
dem Evangelium zu leben.

Welche
immense Bedeutung die Menschen in früheren Zeiten ihrem christlichen
Glauben beigemessen haben, zeigen auch die blutigen Religionskriege
im 16. und 17. Jahrhundert. Obwohl sie doch so viel Elend und Leid
über die Bewohner Europas gebracht haben, stellte ihre Notwendigkeit
niemand in Frage. Denn jede Konfession war fest entschlossen, zum
Heil ihrer Anhänger für ihr Bekenntnis bis zum bitteren Ende zu
kämpfen.
Toleranz
war kein Merkmal dieser Zeit, auch nicht dem einzelnen gegenüber.
Das Licht, das der Feuerschein der Scheiterhaufen in den Abendhimmel
warf, verdunkelte den Auftrag zur Nächstenliebe, den Jesus seinen
Jüngern gegeben hatte: „Das ist mein
Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe.“
(Joh
15,12)

Die
wenigen, die noch an Jesus Christus festhalten, scheinen das Licht
ihres Glaubens unter den Scheffel zu stellen, sodass der Messias aus
Nazareth immer mehr in Vergessenheit gerät.
Es
gibt nur einen, der diesen Abwärtstrend aufhalten und eine
Kehrtwendung bewirken kann, und das ist Gott selbst. Er ist
allmächtig und kann allein helfen, das Christentum wieder zur
bedeutendsten Religionsgemeinschaft der Welt zu machen: „Die
Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den
Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“
(Matth 9,37.38)
Gott
wird unsere Gebete erhören, aber wir müssen auch bereit sein, uns
in den Dienst des Evangeliums zu stellen: „Denn
Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen,
nach seinem Wohlgefallen. Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel. “
(Philipper
2,13.14)
"ohne murren", das muss ich mir merken, denn ich neige sehr dazu! ich sollte mir das wirklich zu herze nehmen. danke!
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